Wie fühlt sich Lernen an, wenn es nicht nur im Klassenzimmer stattfindet, sondern durch Begegnungen, gemeinsames Ausprobieren und kulturellen Austausch lebendig wird? Genau diese Erfahrung durften die Teilnehmenden des Erasmus+-Projekttreffens in Slowenien machen. Unter dem Projekttitel „Well-being through Slovenian Culture, Creativity and Science“ wurde die Partnerschule im slowenischen Celje zu einem Ort, an dem Neugier, Kreativität und internationales Miteinander im Mittelpunkt standen.


Besonders eindrucksvoll war die Vielfalt der Aktivitäten, die wissenschaftliches Arbeiten mit kreativem Gestalten verbanden. In modernen Werkstätten entstanden leuchtende LED-Projekte, während in anderen Räumen mit künstlicher Intelligenz experimentiert wurde. Gleichzeitig zeigte sich, dass Wissenschaft nicht nur technisch, sondern auch sinnlich erfahrbar sein kann – etwa beim Herstellen von chemischen Produkten oder beim Kochen mit regionalen Zutaten aus lokaler Landwirtschaft. Lernen wurde so zu einem ganzheitlichen Erlebnis, das Kopf, Herz und Hände gleichermaßen ansprach.






Neben der fachlichen Arbeit spielte das kulturelle Erleben eine zentrale Rolle. Slowenien präsentierte sich als Land der Kontraste: traditionsbewusst und zugleich innovativ. Die Erkundung einer ehemaligen Mine eröffnete spannende Einblicke in die industrielle Geschichte des Landes, während der Besuch der Hauptstadt Ljubljana mit ihrem lebendigen Stadtbild, den grünen Uferpromenaden und der offenen Atmosphäre einen ganz anderen Blick auf slowenische Lebensart ermöglichte. Diese Eindrücke blieben nicht nur visuell, sondern regten auch zum Austausch über Geschichte, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Wandel an.
Ein besonderes Merkmal des Treffens war die offene und herzliche Zusammenarbeit zwischen den internationalen Teilnehmenden. In kreativen Workshops wurde gemeinsam getanzt, gesungen und mit Ton gearbeitet. Sprachbarrieren verloren dabei schnell an Bedeutung; stattdessen entstand ein Gefühl von Gemeinschaft, getragen von gegenseitigem Respekt und Neugier auf andere Perspektiven. Gerade diese informellen Momente machten deutlich, wie wichtig persönliche Begegnungen für interkulturelles Lernen sind.
Am Ende stand nicht nur die Präsentation gemeinsamer Ergebnisse, sondern vor allem die Erkenntnis, dass Wohlbefinden im Lernprozess entsteht, wenn Menschen sich ernst genommen fühlen, kreativ sein dürfen und voneinander lernen. Das Erasmus+-Projekttreffen in Slowenien hat gezeigt, wie bereichernd europäische Zusammenarbeit sein kann. Mit vielen neuen Ideen, Freundschaften und Inspirationen im Gepäck kehrten die Teilnehmenden zurück und nahmen weit mehr mit als nur ein Zertifikat.




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