Schülerinnen und Schüler entwickeln Ideen für ihre Region
Wie wirkt die Europäische Union in unserer eigenen Stadt? Und was hat europäische Politik mit dem Alltag junger Menschen in Mönchengladbach zu tun? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Hardt im Rahmen des Projekttags #Regionalwerkstatt – Deine Region, Deine EU.
Der Projekttag wurde im Rahmen der Landesinitiative Europa-Schecks des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Ziel war es, die Bedeutung der Europäischen Union für die eigene Region sichtbar und für junge Menschen unmittelbar erfahrbar zu machen.
Von der Herausforderung zur eigenen Projektidee
In Gruppenarbeitsphasen arbeiteten die Jugendlichen nach einem an Design Thinking angelehnten Verfahren. Sie beschrieben Herausforderungen, die sie in ihrer Stadt oder ihrem Umfeld wahrnehmen, entwickelten Lösungsideen und überlegten, wie diese mithilfe politischer Unterstützung und europäischer Fördermöglichkeiten weiterentwickelt werden könnten.
Dabei entstanden vielfältige Vorschläge. Die Gruppen beschäftigten sich unter anderem mit mehr Freizeit- und Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche, attraktiveren Angeboten an Schulen, einer besseren Nutzung von Sportanlagen und Jugendräumen, saubereren öffentlichen Orten sowie Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr. Auch Fragen von Sicherheit, Prävention und Unterstützung für Menschen in schwierigen Lebenslagen wurden aufgegriffen.


Eigene Ideen vor der Politik präsentieren
Ein Höhepunkt des Projekttags war die Präsentation der erarbeiteten Vorschläge. Die Jugendlichen stellten ihre Ideen Janann Safi (SPD) und Ralf Hennekes (CDU) vor, begründeten die ausgewählten Herausforderungen und erhielten Rückmeldungen aus der Politik. Dadurch erfuhren sie unmittelbar, dass ihre Perspektiven ernst genommen werden und dass politische Beteiligung nicht erst im Erwachsenenalter beginnt.
Der Austausch machte deutlich: Demokratie lebt davon, dass Menschen ihre Anliegen formulieren, gemeinsam Lösungen entwickeln und mit Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern ins Gespräch kommen. Die Schülerinnen und Schüler konnten so Selbstwirksamkeit erfahren und einen Einblick gewinnen, wie aus einer Beobachtung eine politische Idee und möglicherweise ein konkretes Vorhaben werden kann.
Europa beginnt vor der eigenen Haustür
Die #Regionalwerkstatt hat gezeigt, dass europäische Politik dann besonders verständlich wird, wenn sie mit der eigenen Lebenswelt verbunden wird. Die Schülerinnen und Schüler haben erfahren, dass die EU nicht nur in Brüssel stattfindet, sondern auch Entwicklung in Städten und Regionen unterstützen kann.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass junge Menschen eigene Vorstellungen davon haben, wie ihre Region lebenswerter, gerechter, sicherer und nachhaltiger gestaltet werden kann. Mit ihren Ideen haben die Teilnehmenden gezeigt: Wer zuhört, beteiligt und gemeinsam nach Lösungen sucht, stärkt Demokratie und Europa vor Ort.
Das Projekt „#Regionalwerkstatt: Europa vor Ort entdecken und mitgestalten“ wurde von der Landesinitiative Europa-Schecks des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien und Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.




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